
Für besonders anspruchsvolle, hochviskose und hochdichte Materialien bietet der Doppelplanetenmischer die optimale Mischlösung. Durch die Kombination von Orbital- und Rotationsbewegungen überwindet er die durch die Materialrheologie bedingten Einschränkungen und sorgt für eine umfassende Durchmischung der Komponenten im gesamten Mischbehälter. So wird eine homogene Vermischung ohne Totzonen erreicht. Seine Leistungsfähigkeit geht über das reine Mischen hinaus; er eignet sich auch hervorragend zum Vakuumtrocknen und zur hocheffizienten Granulierung. Um Sie bei der Auswahl der optimalen Konfiguration für Ihre komplexen Prozesse zu unterstützen, haben wir diesen präzisen Auswahlleitfaden zusammengestellt.
1. Welchen Viskositätsbereich umfasst Ihre Anwendung?
In den meisten Chargenproduktionsprozessen unterliegen Materialien häufig erheblichen Viskositätsschwankungen. Daher ist es bei der Geräteauswahl unerlässlich, die anfängliche Fließfähigkeit der Flüssigkeit, die während der Reaktion erreichte Spitzenviskosität und die Endviskosität nach Abschluss des Mischvorgangs umfassend zu bewerten. Doppelplanetenmischer bieten im Vergleich zu Doppelplaneten-Dispergierern eine größere Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Viskositäten. Insbesondere mit „verdrillten Schaufeln“ ausgestattet, können diese Mischer selbst hochviskose Materialien mit Viskositäten von bis zu 6.000.000 cP – oder sogar darüber – problemlos verarbeiten.
2. Ist Hochgeschwindigkeitsmischen für Ihren Prozess unerlässlich?
Bei der Bewertung der Mischgeschwindigkeit ist die Viskosität der entscheidende Faktor. Doppelplanetenmischer arbeiten typischerweise mit niedrigen Drehzahlen und nutzen die hohe Viskosität des Materials, um starke Scherkräfte zu erzeugen, die Agglomerate aufbrechen können. Im Viskositätsbereich von 100.000 cP bis 2.000.000 cP wird der Vorteil des Planetendispergierers bei hohen Mischgeschwindigkeiten jedoch deutlicher. Dies ermöglicht eine schnellere Benetzung von Feststoffen und die Herstellung fein dispergierter Systeme. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen kann eine Hybridkonfiguration – die Doppelplanetenrührflügel mit einer Hochgeschwindigkeits-Dispergierscheibe kombiniert – die Effizienz beim Einarbeiten großer Mengen fester Pulver in viskose Grundmaterialien deutlich steigern.
3. Verabschieden Sie sich vom Materialklettern und dem Kontaminationsrisiko.
Bei Verwendung von Doppelplaneten- oder Planetenmischern neigen bestimmte Materialien dazu, entlang der vertikalen Schaufeln der rechteckigen Mischpaddel nach oben zu wandern – und mitunter sogar den Mischzylinder zu überlaufen. Dieses Phänomen verringert nicht nur die Mischleistung erheblich und verlängert die Reinigungszeiten, sondern birgt auch das Risiko einer Kreuzkontamination. Für solche Betriebsbedingungen bieten die spiralförmigen Schaufeln eine ideale Lösung. Jeder ihrer spiralförmigen Arme weist einen präzise konstruierten, strömungsoptimierten Winkel auf, der das Material kontinuierlich entlang einer gleichmäßigen, gekrümmten Bahn nach unten befördert und so sicherstellt, dass es stets innerhalb der hocheffizienten Mischzone verbleibt.
4. Den Entladevorgang umfassend optimieren.
Das alleinige Austragen hochviskoser Materialien durch Schwerkraft ist nicht nur ineffizient, sondern erfordert – insbesondere bei stark haftenden Materialien – oft stundenlanges manuelles Abkratzen. Um Ausfallzeiten drastisch zu reduzieren und die Reinigung zu vereinfachen, ist ein automatisiertes Austragssystem für Doppelplanetenmischer unerlässlich. Durch einfaches Positionieren des Mischzylinders an der Austragsstation senkt sich die Druckplatte automatisch ab. Dank einer speziellen O-Ring-Dichtung passt sich die Platte beim Abwärtsgleiten präzise den Zylinderwänden an und erzeugt so eine reinigende Wirkung, die den Innenraum gründlich säubert. Das fertige Produkt wird anschließend schnell und rückstandsfrei durch ein Ventil ausgetragen.
